[Blogparade] weihnachtliche Traditionen und Co.

Nun ist auch schon die letzte Woche der adventlichen Blogparade angebrochen. Heutiges Thema sind weihnachtliche Traditionen. Um ehrlich zu sein bin ich hier ein wenig rat- und planlos. In unserer Familie gab es nie solche klassischen Traditionen wie „Wir gehen jetzt alle gemeinsam in die Kirche“ oder so.


weihnachtliche Traditionen –  Meine Kindheit

Nun sitzen wir hier im Dilemma, weihnachtliche Traditionen und ich …hm…. So wirkliche Vorstellungen habe ich davon nicht, daher erzähl ich euch mal wie das früher bei uns immer ablief. Ich würde mich natürlich auch freuen wenn ihr mir in den Kommentaren von euren Weihnachtlichen Tagesabläufen erzählt, sodass ein kleiner Austausch stattfindet.

Der  Beitrag hier wird auch weitestgehend ohne Bilder auskommen bzw. Bilder enthalten die nicht an Weihnachten entstanden sind.

Start bei Oma und Opa

Begonnen hat das Spektakel immer so gegen 18.00 Uhr bei Oma und Opa mit einem gemeinsamen Abendessen. Oma macht sich hier immer wahnsinnigen Stress mit etlichen Vorspeisen, Salaten und Hauptgerichte – weil jeder was anderes mag oder nicht mag. Mir war das nie wichtig, denn ich war schon immer mit „Knepp un Soß“ zufrieden. Ich brauche keinen Hasenbraten, oder Schnitzel oder gar eine vegetarische Alternative. Ich brauchte auch nie besonders viele Markklöschen in meiner Vorspeisensuppe. Knödel und Bratensoße war mir immer genug. Ein wenig Rotkraut und Salat für die ausgewogene Ernährung oder so.

Ein GeschenkSobald das Dessert dann auch verputzt war, verschwand meistens unauffällig einer der Erwachsenen und es ertönte ein Glöckchen. Das Christkind war da! PARTYYYYY! Geschenke Geschenke Geschenke!

Da ich damals das „Hauptkind“ war und meine Cousinen noch zu klein waren, ging ich mit Opa meist zuerst zum Weihnachtsbaum und wir haben dann zusammen die Geschenke an alle verteilt. Im Laufe der Zeit hat es sich dann so eingebürgert, dass ich das Glöckchen geläutet habe und dann alleine die Geschenke verteilt habe.


Wenn aus dem Christkind der Weihnachtsmann wird

Danach ging es immer zu guten Freunden meiner Mutter. Die Familie Knörr. Dort gab es auch noch mal Essen. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, frag ich mich ob ich dort auch was gegessen habe und wenn ja, wie viel?! An Fressflashs kann ich mich nämlich nicht so wirklich erinnern. Hier natürlich wieder „Same Shit, different Day„. Soll heißen, nach dem Essen wurden auch hier die Geschenke verteilt – was auch sonst.

Leckere Pralinen von ChocriHier kam allerdings zur Bescherung nicht das Christkind sondern der Weihnachtsmann, daher war es für mich als Kind auch immer logisch das wir zu zwei Weihnachtsfeiern gegangen sind. Als ich noch kleiner war, hat mich der Partner meiner Mutter mit den Hunden und den anderen Kids immer auf einen Verdauungsspaziergang mitgenommen. 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Kinder abgelenkt um die Geschenke unter den Baum zu legen und die Hunde Gassi geführt. Perfekt! Ich weiß noch das es immer ein Highlight war wenn wir wieder zurückkamen „Ihr seit 2 Minuten zu spät. Der Weihnachtsmann war grade da! Ihr habt ihn nur ganz knapp verpasst!“ Ich hab es immer geglaubt. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so recht wann ich aufgehört habe an den Weihnachtsmann oder das Christkind zu glauben. An ein „WAAAS das ist alles nicht echt???“ Trauma kann ich  mich nämlich nicht erinnern. Ich wusste es einfach aber es war okay für mich. Falls das Jemand aus meiner Familie liest und etwas darüber weiß; lasst mir gerne einen Kommentar da.

Meine Mama die DschungelqueenAuch diese Veranstaltung war irgendwann vorbei. Meist war es gegen 24.00 Uhr als wir zu Hause ankamen und danach gab es dann noch eine kleine Bescherung bei uns. Viel mehr weihnachtliche Traditionen gab es bei uns nicht. Also wirklich nichts klassisches. Keine verkleideten Verwandten oder Kirchgänge.

Der Umschwung

Wie alles im Leben verändern sich natürlich auch solche Traditionen. Freundschaften zerbrechen und die Familie kann man sich nun mal nicht aussuchen.

Nachdem über die Jahre hinweg das Weihnachtsfest bei Oma und Opa immer unerträglicher wurde was die Geschenke-Mentalität anging. Man von anderen Beteiligten mit Blicken erstochen wurde weil man sich einen Nachschlag holte [je länger gegessen wird, desto länger dauert es ja auch bis es endlich Geschenke gibt]. Oder aber nicht mal ein „Danke“ kam von einigen Beschenkten, haben meine Mutter und ich und dort raus gezogen. Um dieser Undankbarkeit aus dem Weg zu gehen, kamen wird dann die letzten Jahre immer Mittags zu Kaffee und Kuchen. Der ganze Ablauf ist irgendwie ein offenes Geheimnis, jeder weiß warum wir nicht kommen, etwas geändert hat allerdings nicht. Wirklich angesprochen wurde es bisher auch nie wirklich, nur ich persönlich sehe es nicht so wirklich ein das Thema totzuschweigen nur damit sich die betroffenen Personen „Besser“ fühlen. Bin ja schließlich nicht der Depp für alle auf den man einprügeln kann, der sich nicht wehren darf.

Wenn sie es tatsächlich lesen sollten, dann ist das so. Das Recht sich darüber zu pikieren haben sie meiner Meinung nach allerdings nicht. Wer ein solches Verhalten an den Tag legt, muss sich nunmal nicht wundern dass es irgendwann mal die Quittung dafür gibt und ich finde ich drücke mich hier doch noch sehr gesittet aus.

Das Fest bei den Freunden gibt es seit einiger Zeit auch nicht mehr und so kam nach Oma und Opas Fest direkt unsere kleine Mutter-Kind Bescherung an die Reihe. Als ich älter wurde, bzw. ins partytaugliche Alter kam, hat es sich für ein paar Jahre tatsächlich zu einer Art Tradition entwickelt, dass meine Freunde und ich abends noch zur Disco sind. Stilecht allerdings in Abendkleidung. Die Gesichter der anderen Partygäste waren jedes Mal unbezahlbar und wenn wir dann auch noch unsere kleinen Speckhüften geschüttelt haben, war es vollkommen vorbei. Ich fand uns großartig und ehrlich gesagt vermisse ich diese Partys.

Es gab da auch Bilder von, nur finde ich die einfach nicht mehr, Äntsch, falls du die noch hast, schick die mal rüber, dann kann ich die hier noch ergänzen 🙂

EDIT: Bilder sind nun da


Und heute?

Seit Juli 2012 wohne ich nun in Osnabrück, das sind ein paar 100 Kilometer von meiner Heimat entfernt. Die Traditionen haben sich jetzt komplett geändert. Wenn ich Lust dazu habe mich an meiner teilweise doch recht arrogant geratenen Verwandtschaft mit der schnippigen, gleichgültigen, respektlosen und undankbaren Art zu belustigen, dann bin ich an Weihnachten auch mal „unten“ bei Oma und Opa zum Abendessen. Falls mir der Sinn nicht danach steht, komme ich mit Mama wieder Mittags zum Kaffee und wir machen bei Mama eine kleine gemütliche Bescherung.


Wie sieht es bei euch aus? Gibt es bei euch weihnachtliche Traditionen? Irgendwas das ihr vermisst, oder was ihr lieber von eurer To-Do-Liste streichen würdet?

Falls ihr noch ein paar Ideen für Weihachtsgeschenke braucht schaut auch mal hier rein:


Die Aufteilung für die Wochentage sieht wie folgt aus:

Montag: Tamara

Dienstag: Anna

Mittwoch: Lena-Marie

Donnerstag: Michelle

Freitag: Julia

14 Gedanken zu „[Blogparade] weihnachtliche Traditionen und Co.

  1. Weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll, aber ich find deinen Bericht interessant. Einerseits ist es schön, dass für Kinder so viel Aufwand betrieben wird. Andererseits ist es traurig, wie es später“auseinander fällt“ , als Kind gab es nichts schöneres als „warten aufs Christkind“ bei Oma und Opa und danach zuhause sehen, was das Christkind gebracht hat. 1. und 2. Weihnachten ging es dann zu den Großeltern. Seit ich erwachsen bin geh ich Heiligabend immer in die Kirche und guck die Muppets Weihnachtsgeschichte. Das sind so meine Weihnachts Rituale. Aber es wird wohl nie wieder so sein, wie als Kind.
    Liebe Grüsse Franzi ❤

    1. Da hast du recht – aber ich finde es bei uns ganz gut gelöst dass die Entscheidung auch bei mir lag wo wir Weihnachten verbringen wollen, daher war es keine auferzwungene Entscheidung, sondern ich fand es so auch besser.
      Find es aber echt interessant das du dich als Erwachener dazu entschieden hast zur Kirche zu gehen, meistens ist es ja umgekehrt.
      Muppets sind so überhaupt nicht mein Fall 😀
      Liebe Grüße zurück,
      Tama <3

  2. Du hast mich irgendwann mal *darüber aufgeklärt*, dass es weder Christkind, noch Weihnachtsmann gibt 😉
    Weil Du wissen würdest, dass wir alle die Geschenke besorgten 🙂

    1. Ich scheine ja wirklich ein furchtbar intelligentes Kind gewesen zu sein 😀
      Stell mir das grade so vor wie ich euch alle zur Besprechung zitiere „Eines will ich mal geklärt haben…das Christkind und der Weihnachtsmann….“ Großartig.

  3. Ich habe auch lange Zeit den Weihnachtsmann immer ganz knapp „verpasst“ weil ich noch Weihnachtslichter gucken war mit meinem Papa 🙂 Wir haben den Sack dann immer vor der Haustür stehend gefunden, mit einer Nachricht für mich 🙂
    Liebe Grüße, Mona

  4. Wir gehen immer an Heiligabend in die Kirche, danach gibt es Essen.
    Danach machen wir Bescherung und zu guter letzt spielen wir noch spiele. 🙂

    LG Jasmin

    1. Wir wollten dieses Jahr auch mal in die Kirche gehen, haben es zeitlich dann aber wieder nicht geschafft – hoffentlich klappt es nächstes Jahr.
      Spiele spielt man auch irgendwie viel zu selten, dabei mag ich zum Beispiel total gerne Kartenspiele und Brettspiele.
      Liebe Grüße zurück,
      Tama <3

  5. Als ich klein war habe ich ans Christkind geglaubt. Meine Eltern haben einen riesigen Aufwand betrieben, um meinen Bruder und mich daran glauben zu lassen. Für uns war das natürlich total aufregend. An ein „Das Christkind gibt es gar nicht“ Trauma kann ich mich aber auch nicht erinnern 🙂

    Weihnachten verbringe ich gerne auf dem Land bei meinen Eltern. Das war auch dieses Jahr wieder so.

    GLG, Tina

    1. Das glaub ich, war bei mir ja nicht anders.
      Aber interessant zu wissen, das ich wohl nicht die einzige ohne Trauma bin ^^
      Liebe Grüße zurück,
      Tama <3

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